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Sonderforschungsbereich „Re-Figuration von Räumen“ (SFB 1265) (2025). Die Refiguration von Räumen erforschen – Working Paper Nr. 21

Autor:innen

Sonderforschungsbereich "Re-Figuration von Räumen" (SFB 1265)

Publikationstitel

Die Refiguration von Räumen erforschen Ergebnisse der ersten acht Jahre SFB 1265 und Ausrichtung der weiteren Forschung

Erscheinungsjahr

2025

Ort

Berlin

Verlag

TU Berlin
  • Zitieren (APA):

    • Sonderforschungsbereich "Re-Figuration von Räumen" (SFB 1265) (2025). Die Refiguration von Räumen erforschen Ergebnisse der ersten acht Jahre SFB 1265 und Ausrichtung der weiteren Forschung. Berlin: TU Berlin. https://doi.org/10.14279/depositonce-24985

Das Working Paper fasst zentrale Ergebnisse der zweiten Förderphase des Sonderforschungsbereichs 1265 „Re-Figuration von Räumen“ zusammen und skizziert einen Ausblick auf das Forschungsprogramm der dritten Phase. Ausgangspunkt ist das Verständnis gesellschaftlichen Wandels als Refiguration, also als räumliche Um- und Neuordnungsprozesse, die aus Spannungen zwischen unterschiedlichen Raumfiguren und ihren Handlungslogiken hervorgehen. Nach einer Einführung in die topologischen Raumfiguren als zentrales sozialtheoretisches Analyseinstrument, werden ausgewählte Ergebnisse aus den Projektbereichen A (Raumwissen), B (Räume digitaler Mediatisierung) und C (Zirkulation und Ordnung) dargestellt und mit verbundübergreifenden Befunden verknüpft. Die empirischen Arbeiten zeigen, wie sich räumliche Wandlungsdynamiken in unterschiedlichen Bereichen – etwa Migration und Flucht, ökologische Transformationen, Protestbewegungen oder digitalisierte Praktiken – als Varianten der Refiguration manifestieren und dabei globale Verflechtungen ebenso wie Gegenbewegungen der Abgrenzung hervortreten. In der dritten Förderphase verfolgt der SFB das Ziel, die Theorie der Refiguration zu konsolidieren, ihre empirische und gesellschaftsdiagnostische Tragweite zu erschließen und sie zugleich für gestalterische und planerische Praxisfelder nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen die projektbereichsübergreifende Beschreibung von Figurationen im Wandel und die Präzisierung der Raumfigurenanalyse. Hierauf aufbauend soll ein raumtheoretisch fundiertes Modell verstehenden Erklärens entwickelt und mit einem Gestaltungsmodell für anwendungsorientierte Praxisfelder verknüpft werden. Zudem wird eine Erweiterung der diagnostischen Leistungsfähigkeit des Refigurationskonzepts in drei Konfliktfeldern („Grenzen der Pluralisierung“, „Politiken der Infrastrukturierung“, „Brüche der Ökologisierung“) verfolgt. Grundlage dieser Arbeit bildet der enge interdisziplinäre Austausch im SFB, die internationale Vernetzung sowie das methodologische Konzept der „multiple spatialities“, das sowohl Vergleichsperspektiven jenseits territorial definierter Räume eröffnet als auch räumliche Positionalitäten systematisch in die Analyse einbezieht.