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2. April 2021

Neighbourly negotiations

Idealised values of common identification and consensus often attributed to urban neighbourhoods are romanticised, transfiguring and problematic. The socio-spatial construct of the neighbourhood is constituted not only by what we have in common and what we share, but also by dissent and conflict. We argue that conflict is not to be seen as deficient but can rather be constitutive and, in some cases, even productive for the socio-spatial (re)production of urban neighbourhoods. A research design that combines theory on social negotiations, rules and conventions in the public sphere with critical mapping techniques based on workshops conducted in the field helps to analyse the ambivalent role of conflicts in Berlin-Neukölln.

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26. März 2021

Ein Gefühl von Heimat – Stadien als Orte von Polykontexturalität

Michael Wetzels

Wenn wir von »Stadien« sprechen, haben wir bestimmte Bilder im Kopf. Orte, an denen sich »legendäre« Spiele ereignet haben, jubelnde Fans, kurzum: Räume, an denen sich Großes ereignet und viele Menschen zusammenkommen. All diese Vorstellungen ist eins gemeinsam: Stadien wirken auf Menschen vielfältig oder um ein Wort aus diesem SFB zu verwenden: polykontextural. Was verbirgt […]

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19. März 2021

Energie, Infrastruktur und Herrschaft

Dr. Jannik Schritt

Wie lassen sich Energiewende, Demokratie und Ökonomie zusammendenken, um den Herausforderungen des Anthropozäns zu begegnen? Der Blogbeitrag skizziert aus einer räumlichen Perspektive, wie Energieinfrastrukturen nicht nur bestimmte Produktionsverhältnisse, sondern auch spezifische Herrschaftsmuster begünstigen. Während Kohle und insbesondere Erdöl kapitalistischen Oligopolismus und Autoritarismus befördern, bieten erneuerbare Energien durchaus postkapitalistische und demokratische Potenziale, wenn Energieautonomie mit lokalen Entscheidungsstrukturen und solidarischen Wirtschaftsformen ineinander ginge.

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12. März 2021

Stadt, Land, Konflikt

Dr. Ariane Sept

Ein Gespräch zu konfliktreichen Gemeinschaften und gemeinschaftlichen Konflikten auf dem Land.

Ariane Sept im Gespräch mit Julia Paaß vom Netzwerk Zukunftsorte.

Schon länger wird darüber debattiert, dass die ländlichen Räume für die urbane Mittelschicht zunehmend attraktiver würden. „Gefühlt will im Prenzlauer Berg jeder Zweite aufs Land“, titelte beispielsweise der Deutschlandfunk im Sommer 2019. Auch die Forschung beobachtet eine „aktuelle Konjunktur des Ländlichen“. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie schwirrt der Begriff Stadtflucht noch stärker durch mediale Debatten.

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5. März 2021

Cities in the making: urban politics, agroecology, and peripheral urbanization

(Nicolas Goez) Izidora, a so-called “informal” settlement in Belo Horizonte, Brazil, is a laboratory of urban politics and sustainable urbanization technologies. As a self-constructed neighbourhood, it is marked by inequalities as well as conflicts with the municipal authorities. In this text, I portray the politics of Izidora’s dwellers, as they appropriate different agroecological practices, enmesh them in their struggle for housing and citizenship, and pursue an emancipatory logic of urban planning. Activist coalitions with intersectional agendas and political articulations of alternative forms of urban agriculture in Belo Horizonte’s peripheries have led to the creation of Izidora, as well as an array of new urban imaginaries. This text is about Izidora and the politics of a city in the making.

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26. Februar 2021

“I will kill you, I will waste your life and nothing will happen”.

(Rebecca Enobong Roberts & Comrade Deji Adeyanju) Navigating public space is globally complex and complicated . In nations of the Global South, where democracies are gradually becoming problematic , it is becoming obvious that these democracies are blurry with porous boundaries. Various mechanisms such as “no trespassing” signs, high fences and strategic CCTV cameras all testify to increasing contestations over what public space means and who has a right to access it. In Africa, the situation is progressively getting worse, as the recent oppression and killings of unarmed protesters in public spaces attest to. For example, the arrest and killings of unarmed protesters in the cities of Lagos and Abuja, Nigeria and Kampala, Uganda , should bring to the fore debates and questions on the reconfiguration and negotiation of public space. In this post, we seek to reflect on the ENDSARS protest in Nigeria and its implications for rights to public space in Nigeria.

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19. Februar 2021

Subreddits im Konflikt: Die territorialen Praktiken von Online-Gemeinschaften

Raumkonflikte gibt es auch im Internet. In sozialen Medien bilden sich soziale Gemeinschaften, die über territoriale Praktiken der Inklusion und Exklusion ihre Grenzen festlegen und auf diese Weise ihre Identitäten ausbilden. Am Beispiel eines Reddit-Forums („Subreddits“) zeigt dieser Beitrag, wie Praktiken der Grenzziehung und ritualisierte Konflikte zur Gemeinschaftsbildung beitragen. Dabei wird deutlich, dass Konflikt, Gemeinschaft und Raum in der digitalen Umgebung genauso untrennbar verbunden sind wie in der physischen Welt.

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12. Februar 2021

Vom Container „Schulhaus“ zur transformativen Bildungsregion? Über die Notwendigkeit eines raumpädagogischen Paradigmenwechsels

Dr. Kathrin E. Plank (Universität Passau). Durch die coronabedingte Erschütterung der Beschränkungen von Lernort und -zeit wurde verstärkt ersichtlich, dass der Bildungsraum Schule in vielerlei Hinsicht den Anforderungen einer Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht mehr gerecht wird. Vor dem Hintergrund einer Re-Figuration des Bildungsraums stehen räumliche Neuordnungen in einem konfliktreichen Spannungsverhältnis zu schulräumlichen Deutungs- und Nutzungsgewohnheiten praktizierender Lehrkräfte. In ihrem Beitrag setzt Kathrin Eveline Plank sich mit dem Potential eines bildungsräumlichen Paradigmenwechsels für eine „Neuprogrammierung schulischer Grammatik“ auseinander.

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